Sehenswürdigkeiten Lissabon: Die schönsten Highlights & Tipps
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Entdeckungen zwischen Altstadt, Tejo und Atlantik
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lissabon
Lissabon lässt sich besonders gut zu Fuß und mit der historischen Tram erkunden. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen in den historischen Vierteln der Stadt und lassen sich auf einem Spaziergang miteinander verbinden.
Tram 28 – Lissabon mit der historischen Straßenbahn entdecken
Eine Fahrt mit Lissabons ältester Tram auf der Linie 28 ist nicht nur für Eisenbahnfans ein besonderes Erlebnis. Die Route verbindet die Stadtteile Alfama, Baixa, Lapa und Prazeres und führt dabei durch enge Gassen und über die Hügel der Stadt. Die historischen gelben Wagen und die ungewöhnlich steilen Strecken machen die Fahrt zu einer besonderen Art, Lissabon zu erkunden.
Praktisch zu wissen: Die Linie 28E ist bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt und kann deshalb vor allem zu den stärker frequentierten Zeiten voll werden. Auch die Linie 12E verkehrt auf einer ähnlichen Route durch die historische Innenstadt. Wer die Tram nutzen möchte, sollte außerdem auf seine Wertsachen achten – in dichtem Gedränge ist besondere Aufmerksamkeit sinnvoll.
Für die Routenplanung: Die Tram 28 eignet sich gut als Auftakt für einen Tag in der historischen Altstadt. Wer an einer passenden Haltestelle aussteigt, kann anschließend Alfama und das Castelo de São Jorge zu Fuß erkunden. So wird aus der Fahrt mit der Tram direkt der Einstieg in einen Spaziergang durch einen der ältesten Bereiche Lissabons.
Castelo de São Jorge und Alfama
Das Castelo de São Jorge thront auf einem der Hügel Lissabons und bietet einen weiten Blick über die Stadt, den Tejo und die umliegenden Viertel. Der Aufstieg durch die historischen Gassen gehört dabei bereits zum Erlebnis.
Die Burg wurde von den Mauren errichtet und 1147 von Alfons dem Eroberer eingenommen. Anschließend wurde sie über Jahrhunderte als Königsburg genutzt. In einem der Türme, dem Torre do Tombo, befand sich einst die königliche Urkundensammlung.
Das rund 6.000 m² große Gelände umfasst mehrere Türme, Wachposten, einen Burggraben und archäologische Zeugnisse aus phönizischer, römischer und maurischer Zeit. Sehenswert ist unter anderem das sogenannte Spitzbogen-Haus mit seinen fünf Spitzbögen. Eine geschnitzte, mit Arabesken verzierte Tür aus dem 17. Jahrhundert erinnert an die wechselvolle Geschichte der Anlage. Auch ein Gefängnis war hier einst untergebracht.
Info: Für die Führung durch die Festung, die archäologischen Stätten und die Ausstellung sollten Sie etwa 1,5 Stunden einplanen.
Ein Spaziergang durch Alfama: Direkt unterhalb des Castelo de São Jorge beginnt die Alfama mit ihren engen, gepflasterten Gassen und Treppenwegen, die sich bis hinunter zum Tejo ziehen. Das historische Viertel lässt sich am besten zu Fuß entdecken. Kleine Cafés, Boutiquen und Bars liegen zwischen den alten Häusern, dazu prägen Fado und die lebendige Atmosphäre das Bild des Viertels.
Wer durch Alfama schlendert, sollte sich Zeit nehmen und auch die kleinen Gassen abseits der Hauptwege erkunden. Gerade hier zeigt sich eine andere Seite Lissabons – mit bunten Häuserfassaden, Wäscheleinen, kleinen Plätzen und immer wieder neuen Ausblicken. Eine kleine Pause bietet sich bei einer Ginjinha, dem portugiesischen Sauerkirschlikör, an.
Gut zu verbinden: Castelo de São Jorge und Alfama lassen sich hervorragend bei einem gemeinsamen Rundgang erkunden. Nach dem Besuch der Burg lohnt sich der Abstieg durch die engen Gassen Alfamas – vorbei an kleinen Plätzen, Cafés und Aussichtspunkten bis hinunter zum Tejo.
Mosteiro dos Jerónimos und Belém
Das Mosteiro dos Jerónimos, auf Deutsch Hieronymitenkloster, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken Lissabons und befindet sich im Stadtteil Belém. Das Kloster gilt als herausragendes Beispiel der Manuelinik, einer portugiesischen Ausprägung der Spätgotik. Unter anderem beherbergt es die Sarkophage von Vasco da Gama, Luís de Camões und Fernando Pessoa sowie die Gräber verschiedener portugiesischer Könige. Die reich verzierte Kalksteinfassade kommt besonders durch die weitläufige Praça do Império vor dem Kloster zur Geltung.
Das Kloster wurde von Manuel I. in Auftrag gegeben, kurz nachdem Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise zurückgekehrt war. Der Bau wurde zu großen Teilen durch die Einnahmen aus dem Überseehandel finanziert. Im Jahr 1501 begannen die Arbeiten, an denen zahlreiche Architekten und Baumeister beteiligt waren. Der Bau wurde 1601 fertiggestellt. Während der Herrschaft König Johanns III. wurde das Kloster um den Chor erweitert.
Das Gebäude überstand das Erdbeben von 1755 ohne größere Schäden, wurde jedoch durch die Truppen Napoleon Bonapartes Anfang des 19. Jahrhunderts verwüstet. 1983 wurde das Mosteiro dos Jerónimos zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Am 13. Dezember 2007 wurde hier außerdem der Vertrag von Lissabon von den Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnet.
Das reich verzierte Gebäude mit seinen Kreuzgängen ist besonders eindrucksvoll. Wer sich für die Geschichte Portugals interessiert, findet in den Seitenflügeln außerdem das Museu de Marinha und das Archäologische Museum.
Auch der Torre de Belém gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Der Turm steht direkt am Tejo und ist eng mit der portugiesischen Seefahrtsgeschichte verbunden. In seiner Nähe befindet sich das Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen), das 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer unter dem Salazar-Regime errichtet wurde. Im Inneren informiert ein Museum über die portugiesische Geschichte und die 500-jährige Kolonialgeschichte; heute gibt es dort auch Ausstellungen, die einen kritischen Blick auf den portugiesischen Kolonialismus ermöglichen.
Wer Belém erkundet, kann Mosteiro dos Jerónimos, Torre de Belém, Padrão dos Descobrimentos und die Sehenswürdigkeiten am Tejo gut miteinander verbinden. Zwischen den Besichtigungen lädt die Praça do Império zu einem Spaziergang ein. Und natürlich gehört für viele Besucher auch eine Pause bei den berühmten Pastéis de Belém zum Aufenthalt dazu.
Für einen zweiten Tag in Lissabon: Belém bietet sich besonders an, wenn Sie bereits die historische Altstadt rund um Alfama und das Castelo de São Jorge erkundet haben. Die Sehenswürdigkeiten rund um das Mosteiro dos Jerónimos und den Tejo lassen sich gut zu einem eigenen Tagesabschnitt verbinden.
Lissabons Sehenswürdigkeiten: Der Torre de Belem Bildergalerie
Lissabon zwischen Altstadt und Tejo
Zwischen historischen Gassen, lebhaften Vierteln und dem weiten Tejo zeigt Lissabon ganz unterschiedliche Seiten. Diese Orte lassen sich gut mit einem Spaziergang durch die Stadt verbinden und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf die portugiesische Hauptstadt.
Bairro Alto und die schönsten Aussichtspunkte
Im Bairro Alto gehören die Standseilbahn Elevador da Bica, die prachtvolle Igreja de São Roque und der Ausblick vom Miradouro de São Pedro de Alcântara zu den sehenswerten Orten. Steile Gassen und Street-Art an den alten Häusern charakterisieren das Viertel.
Tagsüber lässt sich das Bairro Alto vergleichsweise ruhig erkunden. Am Abend füllen sich die Gassen mit Leben, Bars und Restaurants öffnen ihre Türen und auch der Fado gehört zum musikalischen Erbe des Viertels. Wer den Tag in Lissabon bei einem schönen Ausblick ausklingen lassen möchte, findet am Miradouro de São Pedro de Alcântara einen weiten Blick über die Stadt.
Gut zu verbinden: Nach einem Spaziergang durch die historische Altstadt lässt sich das Bairro Alto gut als nächster Abschnitt der Stadterkundung einbauen. Besonders am späten Nachmittag lohnt sich der Weg zu einem der Aussichtspunkte, wenn sich der Blick über die Dächer Lissabons und den Tejo öffnet.
Lissabon vom Tejo aus entdecken
Wer sich vom Stadtgetümmel etwas erholen möchte, kann Lissabon bei einer Fahrt auf dem Tejo aus einer anderen Perspektive erleben. Vom Wasser aus lassen sich viele der bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt noch einmal ganz neu betrachten.
Schon von Weitem ist die imposante Christus-Statue Cristo Rei am gegenüberliegenden Ufer zu sehen. Sie wurde 1949 als Symbol des Friedens errichtet. Vom Tejo aus eröffnet sich außerdem der Blick auf die historische Altstadt mit dem Praça do Comércio, das Castelo de São Jorge und die Ponte 25 de Abril. Auch der Torre de Belém und das Padrão dos Descobrimentos lassen sich vom Wasser aus betrachten.
Die Ponte 25 de Abril verbindet Lissabon mit der anderen Seite des Tejo und gehört zu den markanten Bauwerken des Stadtbildes. Eine Fahrt auf dem Fluss bietet damit nicht nur eine entspannte Pause von den steilen Straßen und engen Gassen, sondern auch einen neuen Blick auf die Sehenswürdigkeiten Lissabons.
Gut zu verbinden: Eine Fahrt auf dem Tejo lässt sich als Ergänzung zu einem Stadtspaziergang einplanen. Wer zuvor die Altstadt erkundet oder bereits Belém besucht hat, erlebt die bekannten Orte vom Wasser aus noch einmal aus einer anderen Perspektive.
Weitere besondere Orte in Lissabon
Neben den großen Sehenswürdigkeiten rund um Altstadt, Alfama und Belém gibt es in Lissabon einige besondere Orte, die einen anderen Blick auf die Stadt ermöglichen. Historische Bauwerke, kreative Viertel und die Unterwasserwelt des Atlantiks machen diese Ziele zu guten Ergänzungen für Ihre Stadterkundung.
Elevador de Santa Justa – Historischer Aufzug mit der besten Aussicht
Der Elevador de Santa Justa ist ein beeindruckender, neugotischer Aufzug im Herzen Lissabons. 1902 erbaut, verbindet er die Unterstadt Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado. Die kunstvolle Eisenkonstruktion erinnert an den Eiffelturm und bietet vom oberen Bereich einen weiten Blick über die historische Innenstadt. Ursprünglich diente der Aufzug als wichtige Verkehrsverbindung, heute gehört er selbst zu den bekannten Wahrzeichen Lissabons.
Gut zu wissen: Der Elevador de Santa Justa ist derzeit vorübergehend geschlossen. Der zugehörige Miradouro de Santa Justa ist dagegen wieder geöffnet und bietet weiterhin einen Blick über die Innenstadt. Der Eintritt zum Miradouro kostet aktuell 5 €. Inhaber der Lisboa Card oder einer 24-Stunden-ÖPNV-Karte können den Aufzug zwar kostenlos nutzen, jedoch ist der Zugang zur Aussichtsplattform nicht immer inbegriffen.
Der untere Halt des Aufzugs liegt in der Rua de Santa Justa. Bitte beachten Sie, dass es zu Stoßzeiten zu längeren Wartezeiten kommen kann.
LX Factory – kreatives Lissabon entdecken
Die LX Factory befindet sich auf einem ehemaligen Industriegelände im Stadtteil Alcântara. Heute ist das Areal ein kreatives Zentrum mit Boutiquen, Restaurants, Bars und Galerien. Der Eintritt zum Gelände ist kostenlos. Die einzelnen Geschäfte und Lokale haben unterschiedliche Öffnungszeiten.
Besonders bekannt ist der LX Market, der am Wochenende stattfindet und unter anderem Mode, Design, Vintage-Artikel und handgemachte Produkte bietet. Die LX Factory bildet einen interessanten Kontrast zur historischen Altstadt und zeigt eine jüngere, kreative Seite Lissabons. Auch wer einfach durch das ehemalige Industriegelände schlendert und Street-Art entdeckt, findet hier ein lohnendes Ziel.
Auch für Familien: Die LX Factory bietet ein ungewöhnliches Shopping-Erlebnis abseits klassischer Einkaufsstraßen. Zwischen kleinen Läden, Street-Art und den alten Fabrikhallen gibt es viel zu entdecken. Besonders die Buchhandlung Ler Devagar mit ihrem Kinderbereich kann für Familien interessant sein.
Oceanário de Lisboa – die Unterwasserwelt am Tejo
Ein Besuch des Oceanário de Lisboa bietet einen faszinierenden Einblick in die Unterwasserwelt und ist sowohl für Familien mit Kindern als auch für Einzelreisende interessant. Die Dauerausstellung führt durch verschiedene Lebensräume der Meere und zeigt mehr als 8.000 Tiere und Pflanzen aus rund 500 Arten. Im Mittelpunkt steht das große zentrale Aquarium mit fünf Millionen Litern Wasser.
Das Oceanário befindet sich im Parque das Nações direkt am Tejo und damit etwas abseits der historischen Innenstadt. Nach einem Tag zwischen engen Gassen, alten Bauwerken und Aussichtspunkten bietet der Besuch eine ganz andere Perspektive auf Lissabon. Auch für Familien lässt sich der Aufenthalt gut in einen Ausflug ins moderne Viertel am Tejo integrieren.
Gut zu wissen: Das Oceanário ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, der letzte Einlass ist um 19 Uhr. Für den Besuch sollten Sie etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Die Eintrittspreise richten sich nach der gewählten Besuchszeit. Erwachsene zahlen aktuell zwischen 25,50 und 29,90 €, Kinder von 3 bis 12 Jahren zwischen 15,50 und 17,70 €. Kinder bis einschließlich 2 Jahre haben freien Eintritt.
Gut zu verbinden: Das Oceanário lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das Parque das Nações verbinden. Wer nach dem Besuch noch Zeit hat, kann die Uferpromenade erkunden oder mit der Seilbahn über das Gelände fahren. So lässt sich die Besichtigung des Oceanário mit einem weiteren Abschnitt der modernen Seite Lissabons verbinden.
Diese Rundreisen führen Sie nach Lissabon und in weitere schöne Ecken und Landschaften Portugals. Wenn Sie Interesse an dem ganzen Land haben, dann schauen Sie doch in unserem Beitrag Portugal Sehenswürdigkeiten - die Must Sees vorbei, damit Sie keines der Highlights in Lissabon verpassen.