Madeira Reisetipps

Die Atlantik-Insel Madeira

Madeira ist eine portugiesische Insel etwa 1000 km süd-westlich von Lissabon und 700 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie ist 741 km² groß und gehört mit drei weiteren kleinen Inseln zur Inselgruppe Madeira. Madeira ist eine autonome portugiesische Region. Die Inselgruppe hat damit mehr durch die Verfassung garantierte Selbstbestimmungsrechte als andere Regionen im Land. Die Hauptstadt ist Funchal. Rund 60% der Inseloberfläche ist Naturschutzgebiet.

Die gesamte Insel hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter. Die Küste Madeiras fällt steil ins Meer. Inmitten der Insel ragen die höchsten Gipfel empor. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1862m. Dieser bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Hier ist das Lavagestein sehr zerklüftet und zeigt interessante Felsformationen. Im westlichen Teil der Insel liegt das Hochmoor Paul da Serra. Es handelt sich dabei um eine relativ ebene Hochfläche in einer Höhe von 1300m bis 1500m über dem Meer. Nördlich der Hochfläche schließt sich das tief eingeschnittene Tal des Ribeira da Janela – des mit 12km längsten Flusses der Insel – an. Madeira liegt auf der Afrikanischen Platte und ist, wie auch ihre Nachbarn die Azoren und die Kanarischen Inseln, vulkanischen Ursprungs.

Individuell wandern auf Madeira

Die meisten Wanderungen auf Madeira sind Streckenwanderungen, die man kaum an einem Tag hin und zurück gehen kann, deshalb empfehlen wir unseren Shuttle-Service. Unsere zuverlässigen Fahrer kennen die Ein- und Ausstiegpunkte der Wanderungen, holen Sie morgens am Hotel ab und erwarten Sie am Ende der Tour. Noch intensiver ist eine geführte Wanderung in einer Kleingruppe mit einem unserer einheimischen Reiseleiter, die Ihnen gerne ihre Heimatinsel von ihrer schönsten Seite zeigen. Wir unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Touren. Ob mit Shuttle-Service zum Einstiegspunkt der Tour, Mietwagenangebot oder der Organisation einer individuellen Trekkingreise von Ort zu Ort. Bei Fragen können Sie sich einfach an uns wenden.

Madeira Reisevorbereitung

Anreise nach Madeira

Die Flugzeit von Frankfurt nach Madeira beträgt vier Stunden. Der Flughafen liegt 24 Kilometer östlich von Funchal (20 Minuten Autofahrt) entfernt. Regelmäßige Flugverbindungen nach Funchal unterhalten folgenden Airlines:

  • TAP
  • Air Berlin
  • TUI Fly
  • Condor

Apotheken auf Madeira

"Famácias" gibt es in jedem größeren Ort. Die meisten Medikamente sind günstiger als bei uns und werden häufig ohne Rezept abgegeben. Dennoch sollten Sie Medikamente, auf die Sie ständig angewiesen sind oder homöopathische Mittel, von zu Hause mitbringen, denn nicht immer sind alle Mittel verfügbar. Aushänge an den Türen der Apotheken informieren über Nacht- und Sonntagsdienste. Öffnungszeiten: Mo – Fr 9:00-13:00 Uhr, 15:00-17:00/19:00 Uhr und Sa 9:00-13:00 Uhr.

Einreisebestimmungen für Madeira

Für EU-Bürger und Gäste aus der Schweiz reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.

Elektrizität auf Madeira

Die Stromspannung in Portugal beträgt 220 Volt Wechselstrom. In die Steckdosen passen Kontinentalstecker mit zwei Stiften, so dass Besucher aus Mitteleuropa keine Probleme haben.

Essen und Trinken

Als Getränke sind auf alle Fälle die Poncha und natürlich Madeira-Wein zu nennen. Wer die kulinarischen Leckerbissen Madeiras kennenlernen möchte, sollte Stockfisch auf dem Holzofen gegrillt, Degenfisch mit Banane und die vielfältigen tropischen Früchte unbedingt probieren. Weitere Spezialitäten sind Fleischspieße am Lorbeerstecken gegrillt, Schwertfisch, Carne vinho alhos (Schweinefleisch mit Knoblauch in Weißweinsoße) sowie Cabrito (Zicklein) aus dem Backofen. Für alle Fans von Süßspeisen empfehlen wir den typischen Honigkuchen. Unternehmen Sie während Ihres Urlaubs eine kulinarische Reise durch die Spezialitäten der Insel und entdecken Sie täglich neue Köstlichkeiten.

Typische Vorspeisen:

  • Lapas - Napfschnecken gegrillt
  • Gaiado - Thunfisch

Eine typische Spezialität ist der Fleischspieß (Espetada), der früher auf von der Decke hängenden Lorbeerspießen serviert wurde. Heute sind diese Spieße aus Naturschutzgründen meist aus Metall. Das Fleisch ist mit Lorbeer, Meersalz und Knoblauch gewürzt. Besonders beliebt bei den Einheimischen sind außerdem:

  • Carne vinho d'alho - Schweinegulasch mit viel Knoblauch und Weißweinsoße
  • Cusido - Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten und Gemüsen, langsam im Tontopf gegart
  • Espada - Degenfisch-Filet
  • Atun - Thunfisch als Eintopf oder Steak
  • Bolo do Caco - Fladenbort aus Weizenmehl gemischt mit Süßkartoffeln auf dem heißen Stein gebacken
  • Milho frito - Polenta

Naschkatzen werden von den süßen Leckereien und Kuchen begeistert sein. Honigkuchen, Maiskuchen mit Honig, Käsekuchen und Windbeutel sind nur einige davon. Außerdem gibt es auf Madeira eine Vielzahl tropischer Früchte wie Bananen, Ananas, Maracuja, Papaya und Avocado.

Ausgehtipp: Bar Rodrigues – Insider Kneipe

Wer in lockerer Runde bei einem Glas Wein oder Poncha mit Einheimischen ins Gespräch kommen möchte, dem empfehlen wir diese Kneipe. Rua Bartolomeu Perestrelo 22 9129 025, Canico de Baixo, Täglich von 7:00 - 23:00 Uhr geöffnet, außer montags.

Märkte: Mercado dos Lavradores

Exotische Früchte und Gemüse in allen Farben verlocken zum Kauf. Schon der Anblick ist ein Genuss und wenn Ihnen vielleicht ein Stückchen reife Passionsfrucht oder eine der fingergroßen süßen Bananen zum Probieren angeboten wird, sollten Sie zugreifen. Im marmorverkleideten Untergeschoss gibt es frischen Fisch. Rua Brigadeiro Oudinot, Funchal, Mo - Do: 7:00 - 16:00 Uhr, Fr 7:00 - 20:00 Uhr und Sa 7:00 - 15:00 Uhr

Restaurants:

Grillrestaurant Vila Ventura, auch bei Einheimischen sehr beliebt. In einem lauschigen Innenhof umrankt von Grünpflanzen gibt es typisch madeirensische Spezialitäten vom Holzkohlengrill - von Espada, Rum- oder Filetsteak, Hähnchen bis zum gemischter Teller ist für jeden was dabei. Tagesgericht ab 10 Euro. Caminho Cais da Oliveira, 9125-028 Canico de Baixo, Täglich von 16:00 - 23:00 Uhr geöffnet. Reservierungen unter +351 291 934 611

Traineira Restaurante Marisqueira

Das Fischrestaurant gehöhrt schon fast zur gehobenen Küche und ist beliebt bei den Einheimischen. Nicht ganz billig. Rua Dom Francisco Santana Edificio Varandas Villa Mar Loja 1, Canico de Baixo, Täglich von 12:00 - 23:00 Uhr geöffnet. Reservierungen unter +351 291 935 170

Restaurante Laranjinha

Hier gibt es Fleisch und Fisch frisch vom Grill. Edificio Oceano Gerden Estrada Jose Aveilino Pinto 9125-024, Canico de Baixo, Täglich von 7:30 Uhr - 14:00 Uhr und von 18:00 - 22:00 Uhr, außer Montag. Reservierungen unter +351 291 417

Self Service der besonderen Art

Wer es urig und unkompliziert mag, kann sich auch Fleischspieße beim Metzger kaufen und diese dann hinter dem Ladengeschäft gleich auf den Grill legen. Direkt neben der Kirche in Canico. Freitags und samstags von 11:30 Uhr - 23:00 Uhr.

Currascaria & Restaurante "a central"

Hier wird der picanha espetada regional frango auf dem Holzkohlen-Ofen gegrillt und schmeckt einfach unvergleichlich lecker. Neben der Spezialität des Hauses sind außerdem auch die Fleischgerichte sehr zu empfehlen. Das Lokal befindet sich neben der Dorfkirche in der Rua Joa Paulo II, Sitio da Vargen, Canico, Reservierung unter +351 291 934 344, www.restaurantcentral.com

La Terraca Restaurante Churrascaria

Die Spezialität des Hauses ist Stockfisch. Außerdem viele leckere Fleischgerichte. Rua Joa Paulo II, 30, Täglich geöffnet von 12:00 - 15:00 Uhr und von 18:00 - 22:00 Uhr, www.laterraca.com

Feste und Feiertage auf Madeira

  • 1. Januar: Neujahr
  • 25. April: Nelkenrevolution
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • 10. Juni: Portugaltag
  • 15. August: Maria Himmelfahrt
  • 5. Oktober: Tag der Republik
  • 1. November: Allerheiligen
  • 1. Dez.: Unabhängigkeitstag
  • 8. Dez.: Tag d. Schutzpatronin Portugals
  • 25. Dezember: Weihnachten

Das Krachen der Feuerwerkskörper ist auf Madeira häufig zu hören, denn auf der Insel wird gern und viel gefeiert. Besonders hoch her geht es im Karneval. Jugendgruppen und ganze Schulen nutzen die Gelegenheit und ziehen, begleitet von Musikkapellen, in phantasievoller Verkleidung durch die Straßen von Funchal. Höhepunkt ist der Umzug, für den einheimische Vereine aufwändige Festwagen gestalten. Er endet auf der Praca do Municipio, auf der anschließend bis in den frühen Morgen getanzt wird. Außerdem empfehlenswert: Jedes Jahr im Juli findet an vier Wochenenden das Atlantikfestival statt. Jeden Samstag steigt ein prächtiges Feuerwerk. Verschiedene Gruppen konkurrieren darum, wer das Silvesterfeuerwerk ausrichten darf.

Karneval: Die Stadt erwacht vom Klang der heißen Sambas, die für gute Laune sorgen. Erleben Sie das ausgelassene, närrische Treiben in subtropischen Breiten.

Blumenfest: Zwei Wochen nach Ostern feiert Funchal den Frühling mit üppigen Umzügen. Dazu werden überall Blumenteppiche aus Buganvillias und Hibiskus gelegt. Ein Fest für alle Sinne.

Atlantikfestival: Ein Kontest der Nationen um das beste Feuerwerk an allen Samstagen im Juni.

Madeira Weinfest: Noch heute werden die edelsten Trauben auf Madeira mit den Füßen gestampft. Erleben Sie die traditionelle Weinlese und kosten Sie die berühmten Weine im September.

Silvester: Die christlichen Traditionen der Weihnachtszeit sind tief in den Bräuchen der Madeirenser verwurzelt. Und zu Silvester erleuchtet der Himmel über Funchal in einem etwa zehnminütigen, spektakulären Feuerwerk.

FKK

Nacktbaden ist in Portugal verboten. Es gibt nur ganz wenige ausgewiesene FKK-Strände.

Flora und Fauna auf Madeira

Der immergrüne dichte Lorbeerwald, der das Bergland Madeiras überzieht ist kein gewöhnlicher Wald – er steht seit 1998 unter dem Schutz der UNESCO. Die 15.000 Hektar Naturwald bilden den größten und besterhaltenen Lorbeerwaldbestand Europas. Die Wälder rund um Ribeiro Frio beherbergen darüber hinaus eine Vielzahl von Hahnenfuß- und Storchenschnabelarten sowie den "Stolz von Madeira", eine Natternkopfart. Blütezeit April.

Wale und Delfine: Eine ehemalige Walfänger-Familie hat sich heute auf die Beobachtung von Delfinen, Walen und Seeschildkröten rund um Madeira spezialisiert. Die Gäste werden von einer Meeresbiologin begleitet und vor jeder Fahrt kurz über die Hintergründe des Walfangs auf Madeira informiert. Sie haben, wie die madeirensischen Walfänger früher, Beobachtungsposten an Land, um die die Skipper über Funk zu den Walen zu leiten. Die Boote sind speziell auf die Beobachtung der Meeressäuger ausgerichtet. Außerdem besteht die Möglichkeit mit Delfinen zu schwimmen. Ein einzigartiges Erlebnis. Zahlreiche Arten sind vor der Küste Madeiras auszumachen. So zum Beispiel Pottwale, Brydewale, Finnwale, Seiwale, nördliche Zwergwale, Rundkopfdelfine, Schnabelwale und die kleinen Schwertwale. Außerdem begleiten Grindwale, Tümmler, Zügeldelfine und die gemeinen Delfine die Boote und faszinieren die Gäste mit ihren Sprüngen. Das majestätische Auftauchen der Wale und Delphine aus dem Ozean ist ein Erlebnis, das Sie so schnell nicht vergessen werden. Auf Madeira werden von verschiedenen Agenturen mehrstündige Bootsfahrten zur Walbeobachtung angeboten. Man kann nicht immer sicher sein, Wale auch wirklich zu Gesicht zu bekommen, aber meistens wird die Geduld belohnt.

Blumenkalender Frühjahr: Cattleya (Orchidee), Cymbidium (Orchidee), Äonium, Granadilla (Passionsblume), Feuerbegonie, Korallenbaum, Prunkwinde, Korallenstrauch, Aloe, Französische Tamariske, Besenginster, Eukalyptus, Akazie, Kirschlorbeer, Kapkastanien, Trompetenblume, Honigwolfsmilch, Glyzinie, Kamelie, Herrscherpalme, Zylinderputzer, Bogenblume.

Blumenkalender Frühsommer: Klivie, Calla, Chrysantheme, Rose, Bastard Passionsblume, Thunbergie, Sternjasmin, Jacaranda, Brunfelsie, Fammenbaum, Seidenrosenbaum, Stolz von Bolivien, Oleander, Agapanthus, Kaktusfeige, Fackellilie, Beschreikraut, Stolz Madeiras, Mittagsblume, Madeira-Orchidee, Madeira-Heidelbeere, Hadeira-Chrysantheme, Baumheide, Madeira-Glockenheide.

Blumenkalender Spätsommer/Herbst: Pampasgras, Fensterblatt, Süßkartoffel, Indisches Blumenrohr, Kapkbaum, Riesenagave, Drachenbaum, Hibiscus, Cassie, Belladonna-Lilie, Hortensie, Kasuarine, Purpur-Eukalyptus, Keulenbaum, Yukka, Mexikanische Blaupalme, Drachenbaum.

Blumenkalender Herbst/Winter: Weihnachtsstern, Venusschuh, Calla, Feuerbegonie, Kaffernkorallenbaum, Baumaloe,Drachenbaum-Agave, Blaugummi-Eukalyptus, Pestwurz-Geiskraut, Kanarische Dattelpalme, Blütenbombenbaum.

Ganzjährig blühen: Glockenmalve, Bougainvillia, Trichterwinde, Ballonrebe, Hibiscus, Mearns-Akazie, Flamingoblume, Stechapfel, Tibouchine, Strelizie.

Freizeitangebote auf Madeira

Tauchen: Die Unterwasserwelt Madeiras ist sehr faszinierend und auch Tauchanfänger können mit entsprechender vorheriger Schulung vor Ort dieses natürliche Aquarium mit seinem Artenreichtum erkunden. In Canico de Baixo grenzen mehrere Tauchbasen direkt an das Unterwasser-Naturschutzgebiet.

  • Delfin- und Walbeobachtung
  • Golf
  • Reiten
  • Tauchen
  • Vogelbeobachtung
  • Wellness

Geld

Portugal gehört zur Eurozone. Bei allen Banken kann man am Automaten mit EC/Maestro-Karte und Geheimzahl max. 200 € pro Tag abheben (ca. 5 Euro Gebühr). Kreditkarten wie American Express, Diners Club, Visa und Master/Eurocard werden weithin akzeptiert. Trotzdem ist es ratsam, genügend Bargeld mitzuführen, da EC- oder Kreditkarten nicht überall akzeptiert werden. Bankautomaten sind in allen größeren Städten zu finden.

Geologie und Vulkanismus auf Madeira

An der Ponta de Sao Lourenco an der Ostkapspitze wird der geologische Aufbau der Vulkaninsel Madeira deutlich. Wanderer können bizarrste Felsformationen entdecken. An der Nordküste, wo die Brandung ein steiles Kliff geschaffen hat, sind die unterschiedlichen Vulkangesteinsschichten deutlich zu erkennen. Sie werden hier von senkrechten Trachytgängen durchbrochen, die entstanden, als sich Risse im Gestein auftaten und von unten mit Magma füllten. Solche Gänge sind meist sehr hart und halten der Erosion stand. Während die angrenzenden Gesteine vom Regen weggespült werden, bleiben sie als natürliche Mauern stehen.

Geschichte

Bei einer so langen Küste verwundert es nicht, dass die Portugiesen viele Schiffe haben kommen und gehen sehen. Ihre Weltoffenheit und allgemeine Aufgeschlossenheit gegenüber allem Fremden verdanken die Portugiesen ihrer Vergangenheit, die von vielen unterschiedlichen Völkern beeinflusst wurde. Das heutige Staatsgebiet Portugal wurde in der Antike von den Phöniziern, den Griechen und den Römern kolonisiert. Als das Gebiet zum Römischen Imperium gehörte, hieß es Lusitania (Lusitanien). Später wurde das Land von den Arabern erobert. Im 12. Jahrhundert erlangte es dank des Grafen Afonso Henriques, der aus eigenem Willen Portugals erster König wurde, seine Unabhängigkeit von den anderen Königreichen der Iberischen Halbinsel. Mit der Eroberung der Algarve ein Jahrhundert später war die Festlegung der portugiesischen Landesgrenzen endgültig abgeschlossen. Dabei wandte Portugal von Anfang an dem spanischen Machtstreben den Rücken zu. Das von der Natur verwöhnte Bauern- und Schiffervolk strebte eine eigene Entwicklung an, und wagte sich an die große Seefahrt. Ab dem 14. Jahrhundert wurde Portugals Zeitalter der Entdeckungen eingeläutet. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten dieser Zeit ist Heinrich der Seefahrer unter dem die Inseln Madeira, Azoren und die Kapverdischen Insel besiedelt wurden. Die Portugiesen waren die ersten Europäer, die mit Schiffen Afrika, den fernen Osten und den südamerikanischen Kontinent erkundeten und dabei Berge an Kostbarkeiten mit in die Heimat brachten. Neben großen Reichtümern brachten die Entdeckungsreisen auch bedeutendes Wissen nach Portugal.

Ausdruck dieser Begegnung der Kulturen ist der "manuelinische" Stil, der während der Herrschaft von Dom Manuel I. entstand. Die Torre de Belém und das Hieronymuskloster sind Paradebeispiele dieses wichtigsten Kunststils.

Gesundheit

Das Gesundheitswesen in Portugal ist gut. Impfungen sind nicht erforderlich. Für einen Arztbesuch benötigt man die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Eine private Auslandskrankenversicherung ist zu empfehlen, denn diese garantiert die freie Arztwahl und den Rücktransport im Notfall. Allgemein-Mediziner und Fachärzte findet man in den lokalen Krankenhäusern "hospitais" oder Gesundheitszentren "centos de saúde". Viele sprechen durch ihr Studium im Ausland sehr gut Englisch. Die zahnärztliche Behandlung ist hervorragend. Für EU-Bürger ist die Notaufnahme in den öffentlichen Krankenhäusern kostenlos. Funchal hat zwei Krankenhäuser. In allen Regierungsbezirken gibt es Gesundheitszentren mit Ärzten und Krankenschwestern zur Sofortbehandlung oder Überweisung.

Deutsche Ärzte in Canico de Baixo (Madeira):
Dr. med. Pierre Curado Tel. 291 93 22 18 od. 965 07 51 00
Dr. med. Walter Bannasch, Tel. 291 93 45 04

Dengue Fieber: Derzeit liegt keine Reisewarnung vor. In den letzten Jahren sind keine Fälle mehr aufgetreten. Die Übertragung erfolgt durch den Stich tagaktiver Stechmücken. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gelenkschmerzen einher. In seltenen Fällen kann es zu komplikationsreichen Verläufen, in Ausnahmefällen auch zu Todesfällen kommen.

Da es derzeit weder eine Impfung/Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gibt, besteht die einzige präventive Maßnahme in der Vermeidung von Mückenstichen. Auch aufgrund anderer mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
  • in Risikogebieten Insektenschutzmittel (DEET-haltige wie z. B. Antibrumm forte oder Nobite) auf freie Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggfs. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Klima auf Madeira

Madeira hat mehrere Mikroklimate. Das Wetter hängt von Tageszeit, Geografie und Höhe ab. Auf Madeira ist es selbst im Winter warm. In der Regel wird es im Sommer nicht zu heißt, doch es kann von Juli bis September schwül sein. Von November bis April ist es zu kalt um abends im Freien zu essen, von Mai bis Oktober sind die Nächte so warm wie die Tage.

www.wetter.net / www.wetteronline.de / www.dwd.de

Meteorologisches Institut Madeira

Wetter online Funchal

Information

www.visitmadeira.pt

Nachhaltig Reisen

Als Reiseveranstalter setzen wir uns für die Entwicklung eines sanften Tourismus ein. Es ist uns wichtig, dass Sie Land und Leute kennenlernen, deshalb arbeiten wir mit lokalen Partnern, die wir seit Langem persönlich kennen und bevorzugen inhabergeführte, kleine Strukturen. Auch Sie als Gast können einen wesentlichen Beitrag zu einer sanften Tourismusentwicklung leisten, indem Sie „verantwortungsbewusster“ reisen.

Durch den Besuch von landestypischen Restaurants, Bars und Märkten und den Kauf von einheimischen Produkten fördern Sie die lokale Wirtschaft im Zielgebiet. Mit Offenheit, Respekt und Geduld gegenüber anderen Kulturen und Sitten, erfährt man oft Dinge, die in keinem Reiseführer stehen. Bleiben Sie beim Wandern auf den ausgeschriebenen Wanderwegen und lassen Sie der einheimischen Flora und Fauna eine Rückzugsmöglichkeit. Achten Sie darauf, Ihren Abfall (gerade bei Wanderungen) ordnungsgemäß zu entsorgen und vermeiden Sie Feuer außerhalb öffentlicher Grillplätze. Beobachten Sie Delfine lieber vom Boot aus, anstatt mit ihnen zu schwimmen, da Sie den Tieren so unnötigen Stress ersparen. Vermeiden Sie Quad- oder Jeeptouren – per Mountainbike oder zu Fuß erkundet man die Umgebung umweltschonender und entdeckt oft mehr Details. Reisen Sie mit dem Zug zum Flughafen und nutzen Sie auch im Zielgebiet öffentliche Verkehrsmittel. Gerne vermitteln wir Ihnen ein Rail & Fly Ticket. Sprechen Sie über Nachhaltigkeit beim Reisen - ein Hinweis von Gast zu Gast oder von Gast zu Hotelier bewirkt oft mehr als Sie denken. Für die Planung weiterer Urlaubsreisen (vor allem Flugreisen) gilt: lieber länger, dafür nicht so oft verreisen. Mehr über die Öffentlichen Verkehrsmittel auf Madeira: http://www.madeira-live.com/de/madeira-public-transport.html

Einwohner Madeiras

Auf Madeira leben ca. 265.000 Menschen. Die Landessprache ist portugiesisch. Alle größeren Städte liegen im Süden von Madeira. Im Großraum Funchal sind ca. 120.000 Menschen beheimatet, in der Stadt selbst leben ca. 50.000. Der Norden ist sehr dünn besiedelt und verlor durch Abwanderung in der Vergangenheit an Einwohnern. Die Bettenzahl für den Fremdenverkehr beträgt ca. 39.000. Im Jahr kommen ca. 1 Mio. Urlauber auf die Insel. Die Menschen sind eher zurückhaltend. Der Tagesrhythmus entspricht etwa dem mitteleuropäischen. Es gibt keine Siesta. Abends ist auf dem Land nur anlässlich von Volksfesten oder Fußballspielen etwas los. In Funchals Bars und Diskos feiert die Schickeria nach Lissabonner Vorbild an Wochenenden bis in die frühen Morgenstunden. Bequeme Freizeitkleidung ist überall akzeptiert. Büroangestellte sind nach wie vor formell gekleidet. Zum Ausgehen am Wochenende und für besondere Anlässe machen sich viele Insulaner fein.

Wichtige Öffnungszeiten

  • Apotheken: Mo–Fr 9:00-19:00 und Sa 9:00-13:00
  • Banken: Mo-Fr von 8:30-15:00
  • Postämter: Mo-Fr von 9:00-12:30 und 14:30-18:00
  • Einkaufszentren: bis spät am Abend, oft auch das gesamte Wochenende
  • Kleinere Geschäfte: Mo-Sa von 9:00 - 13:30 und 15:00-19:00

Packliste für Madeira

  • Personalausweis oder Reisepass, Reiseunterlagen
  • Flugplan mit Buchungsnummer
  • Bargeld, EC- oder Kreditkarte
  • Knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil + 2 Paar Wandersocken
  • Sport- oder Turnschuhe oder Sandalen
  • Pullover, leichte Jacke, lange und kurze Hosen
  • T-Shirts und langärmlige Hemden/Blusen
  • Badesachen, Badeschuhe
  • Regenjacke wind- und wasserdicht mit Kapuze (am besten aus Goretex)
  • Kopfbedeckung
  • Sonnenschutz, Sonnenbrille, Hut
  • Sitzunterlage für Wanderpausen
  • Persönliche Medikamente, Reiseapotheke
  • Insekenschutzmittel
  • Fotoausrüstung, Filme, Batterien
  • Taschenmesser, ggf. Fernglas
  • evtl. Führerschein für Mietwagen an freien Tagen
  • evtl. Wanderstöcke
  • 1 Tagesrucksack ca. 30 – 40 Liter Volumen, für Flug als Handgepäck verwenden
  • Taschenlampe für die Tunnels

Zusätzlich für Mountainbiker: Schuhe, Handschuhe, Lange und kurze Radtrickots und -hosen

Portugiesische Besonderheiten

Frühstück: Vielen Portugiesen ist ein reichhaltiges, deftiges Frühstück nicht wichtig. Sie frühstücken bevorzugt süß, oftmals genügt ein Kaffee und ein Croissant oder Stück Kuchen. Gerade auf der Insel Madeira und den Azoren kann es vorkommen, dass das Frühstücksbuffet (für deutsche Verhältnisse) eine geringe Auswahl bietet. Dafür wurden die Lebensmitteln (auch wenn nur in geringer Vielfalt vorhanden), regional hergestellt. Auf den relativ kleinen Inseln kann nur eine bestimmte Auswahl an Lebensmitteln produziert werden. Eine größere Auswahl führt zwangsläufig zu einem höheren Importvolumen aus dem Ausland, was wiederum nicht der Ideologie eines nachhaltigen Tourismusangebotes entspricht.

Kurze Betten: Die meisten Portugiesen sind „kleiner“. Die durchschnittliche Körpergröße bei Portugiesen beträgt 1,73m bei Männern und 1,61m bei Frauen (im Vergleich liegen deutsche Männer durchschnittlich bei 1,80 m und deutsche Frauen bei 1,71 m). Dies erklärt die teils für deutsche Verhältnisse „kurzen“ Betten in manchen Hotels.

Post auf Madeira

Postämter (Correios) gibt es in allen großen Orten. Briefe bis 20g sowie Postkarten nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kosten 0,68 € („correio normal“ - normaler Posttarif). Briefmarken „selos“ gibt es außer in Postämtern auch an Automaten sowie in Cafés und Läden mit dem Zeichen CTT/Correio/Posta de venta de Selos.

Reiseliteratur

  • Madeira - Was hier alles wächst!, Botanischer Reiseführer, Oliver Breda, 208 Seiten, Oliver Breda Verlag ISBN-10: 3938282053
  • Auf Sissis Spuren in Madeira, Reiselektüre/Taschenbuch, Doris Falkenau, Verlag Österreich, 119 Seiten, ISBN 3-7046-1008-9
  • Madeira, Rother Wanderführer, Rolf Goetz, Taschenbuch, 215 Seiten, Bergverlag Rother, ISBN: 978-3-7633-4274-7
  • Stadtkarte Funchal: http://issuu.com/apmadeirapt/docs/081002-mapa-funchal
  • Landkarte Madeira: http://issuu.com/apmadeirapt/docs/081002-mapa-madeira

Beste Reisezeit

Jede Zeit hat ihren Reiz. Für Wanderer und Mountain-Biker sind die Bedingungen ganzjährig ideal. Auf Madeira herrscht ein Mikroklima, das nicht nur von der Jahreszeit, sondern auch von der jeweiligen geografischen Lage abhängt. Es ist selbst im Winter mindestens 16 Grad warm. Im Süden regnet es weniger als im Norden. In der Regel wird es im Sommer nicht heißer als 25 Grad, doch kann es von Juli bis September schwül werden. Den meisten Sonnenschein gibt es von Juni bis September. Wer es ruhiger mag, und Touristen aus dem Weg gehen möchte, sollte eher in der Nebensaison vom September bis November anreisen. Die preiswerteste Reisezeit ist Januar/Februar. Die teuerste Zeit ist Silvester und Ostern. Von November bis April ist es zu kalt, um abends im Freien zu essen; von Mai bis Oktober sind die Nächte so warm wie die Tage. Die Tagestemperaturen an der Küste schwanken zwischen 16 und 25 Grad. In den Bergen auf fast 2.000 Meter Höhe kann es deutlich kälter sein.

Reiseversicherung auf Madeira

Sind Sie für die Reise ausreichend versichert? Bitte denken Sie an den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung und einer Reiserücktrittskostenversicherung.

Sehenswertes auf Madeira

Zentrum für Vulkanismus: Hier wird Besuchern die Entstehung der vulkanistisch geprägten Insel Madeira veranschaulicht. Das System aus fünf Vulkantunneln erschließt ein etwa 700m langer beleuchteter Rundweg für Besucher. Die Lava, unter der sich die Höhlengänge gebildet haben, stammt aus einem Vulkan am Rand der Hochebene Paul da Serra, der vor rund 890.000 Jahren ausgebrochen ist. Zu diesem Zweck gibt es in einer Halle eine audiovisuelle Vorführung, die die geologische Entstehung der Grotten simuliert. An Wochentagen geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt ca. 8€. Zentrum für Vulkanismus und Höhlen, Tel: 291 842404, Sítio Pé do Passo, 9240-039 São Vicente.

Funchal: Die Hauptstadt liegt an der Südküste in einer hübschen Bucht, umspült vom Atlantischen Ozean und umgeben von hohen, sattgrünen Bergen und tiefen Tälern. Die Stadt Funchal, die am 21. August 1508 gegründet wurde, ist das wirtschaftliche Zentrum Madeiras für Handel, Tourismus und Kultur.

Entdecken Sie diese traditionelle und doch überaus kosmopolitische Stadt, indem Sie durch ihre charakteristischen Straßen bummeln, die von hübschen, reichlich mit Blumen versehenen, Häusern gesäumt sind. Spazieren Sie über ihre alten Plätze, die sorgfältig mit dem typisch portugiesischen Kopfsteinpflaster restauriert wurden, und die von Gebäuden madeirensischer Kolonialarchitektur umgeben sind. Besuchen Sie die städtischen Museen und Denkmäler oder Kunstgalerien, in denen die Werke in- und ausländischer Künstler ausgestellt sind. Flanieren Sie an der Marina von Funchal entlang und nutzen Sie die Gelegenheit, die Segelyachten und Kreuzer unterschiedlichster Herkunft zu beobachten, welche vorübergehend im Hafen von Funchal angelegt haben. Lernen Sie die Gärten der Stadt kennen und bewundern Sie ihre bunte Vielfalt an exotischen, sorgfältig gepflegten Pflanzen. Um die madeirensische Küste aus einer anderen Perspektive zu erkunden und die Frische des Meeres zu spüren, unternehmen Sie eine Rundfahrt mit einem Segelschiff oder Katamaran. An lauen Sommerabenden lohnt sich ein Spaziergang entlang der Uferpromenaden. Wenn Sie den Panoramablick lieben, sollten Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, zwei unvergessliche Seilbahnfahrten zu unternehmen. Die Seilbahnen, die jeweils zwischen Funchal und Monte und dem Botanischen Garten und Babosas (Monte) verlaufen, ermöglichen es, diese zwei Orte auf schnellstem Wege und über spektakuläre Szenarien hinweg zu erreichen.

Núcleo Museológico do IBTAM (Stickereimuseum): In diesem Museum lernen Sie, wie Madeira-Stickerei hergestellt wird. Ausgestellt sind wertvolle Stickereien, Teppiche und Intarsienarbeiten. Die Stickereien sind in diversen Kleidungsstücken und zusammen mit anderen Zierstücken wie Mobiliar zu sehen. Rua Visconde do Anadia, 44; Telefon: 291 22314. Geöffnet von Montag bis Freitag von 10.00 bis 17.30 Uhr. Samstags, Sonn- und Feiertags geschlossen.

Botanischer Garten: Auf der über 35.000 m2 großen Gartenfläche gedeihen über 2000 exotische Pflanzen. Sie stammen aus allen Teilen der Welt und entfalten sich hier ebenso gut wie in ihren Herkunftsgebieten. Bei dem immer stärker werdenden Verlust an biologischer Vielfalt hat sich dieser Garten zu einem Schutzgebiet der ansonsten von der Ausrottung bedrohten Pflanzen entwickelt. Naturliebhabern und Botanikern empfehlen wir den Besuch des naturgeschichtlichen Museums und des Herbariums am Caminho do Meio in Funchal. Geöffnet täglich von 9.00 bis 18.00.

Quinta das Cruzes Garten: Der an das Museum des Landguts Quinta das Cruzes angrenzende Park bietet eine große Vielfalt an einheimischen und exotischen Pflanzen. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr; Calçada do Pico, Nr. 1, Funchal.

Museum des Landguts Quinta das Cruzes: In diesem Landgut (barocke Zivilarchitektur) hat der zweite Grundherr von Funchal gelebt. Heute befindet sich hier ein Museum für dekorative Kunst mit einem umfangreichen Nachlass, der aus portugiesischem und ausländischem Mobiliar vom 16. bis zum 19. Jahrhundert stammt. Porzellan aus Europa und von der Companhia das Índias’, portugiesisches Steingut vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, nindo-portugiesisches, europäisches Elfenbein, flämische und portugiesische Bildhauerei vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, Krippen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie Malereien und Gravuren vom 16. bis zum 19. Jahrhundert sind zu sehen. Calçada do Pico; Telefon: 291 740670. Geöffnet von Dienstag bis Sonnabend von 10.00 bis 12.30 und von 14.00 bis 17.30 Uhr

Mercado dos Lavradores (Bauernmarkt): Es lohnt sich, diesen Markt kennenzulernen, denn er ist ein Merkmal der Stadt Funchal im städtischen, architektonischen und funktionellen Sinn. Der Stil des Bauernmarktes, der ein Beispiel für die Architektur des Estado Novo ist, liegt zwischen dem Art Deco der dreißiger Jahre und dem Modernismus. Zwei Kachelpaneele am Haupteingang und weitere Kacheln im Inneren des Marktes stammen von der damals berühmten und inzwischen nicht mehr existenten Fábrica de Sacavém. Auf dem nahe des Altstadtviertels Santa Maria gelegenen Markt herrscht lebhaftes Treiben. Strelizien, Orchideen, Protheen, Rosen, Anthurien, Kathleen und Kamelien werden hier von den in farbfrohen Trachten gekleideten, Blumenfrauen angeboten. Im ersten Stock gibt es tropische Früchte, Gemüse und Gewürze. Fisch und Fleisch werden im Untergeschoss des Gebäudes gehandelt.

Weinmuseum: Dieser neoklassische Stadtpalast aus dem 19. Jahrhundert, der das Weininstitut von Madeira und das entsprechende Museum beherbergt, ist von großer Bedeutung für die regionale Geschichte. In dem Museum wird eine Ausstellung mit Fotografien, Gravuren, Geräten und Maschinen gezeigt, die die verschiedenen Phasen des Anbaus und der Erzeugung von Madeirawein verdeutlichen. Rua 5 de Outubro, 78; Telefon: 291 204600. Geöffnet von Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr. An Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Museum der Madeira Weine (Blandy‘s): Das Museum befindet sich in einer Gebäudegruppe barocker Zivilarchitektur, in der die Phasen der Herstellung, Lagerung, Kommerzialisierung und des Exports des Madeiraweines gezeigt werden. Dazu gehören die ältesten Weinkeller für Madeirawein. Im Museum sind Briefe berühmter Persönlichkeiten, Dokumente der englischen Firmen, die die “Madeira Wine Co.” gegründet haben, Bücher, Utensilien, eine Weinpresse aus dem 17. Jahrhundert sowie Maschinen aus weit zurückliegenden Epochen ausgestellt. Außerdem gibt es eine “Probier- und Verkaufsbar”. Adegas de S. Francisco - Avenida Arriaga, 28; Telefon: 291 740100. Führungen von Montag bis Freitag in deutscher Sprache um 10.30, 14.30 und 15.30 Uhr. Änderungen vorbehalten.

Museum der Zuckerstadt: Das in dem ehemaligen Haus des flämischen Händlers Joao Esmeraldo untergebrachte Museum widmet sich der Bedeutung, der Herstellung und des Exports des Zuckers auf Madeira im 15. und 16. Jahrhundert. Praça Colombo, 5; Telefon: 291 236910. Geöffnet von Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.30 und von 14.00 bis 18.00 Uhr. An Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Zuckerrohrfabrik in Calheta: Auf Madeira gibt es noch drei kleine Zuckermühlen. Der Engenho da Calheta ist mit seinen Maschinen vom Beginn des 20. Jht. Museum und Produktionsstätte zugleich. Allen, die sich für Industriekultur interessieren oder sehen möchten wie Zuckerrohr verarbeitet wird, bietet das Museum eine interessante einstündige Führung. Mo-Fr. 8-18, So/So 9-13 und 14-18 Uhr. Eintritt frei.

Souvenirs auf Madeira

In den wichtigsten Hauptstraßen der Stadt Funchal finden Sie eine Vielfalt an Läden, angefangen bei Souvenir-Shops bis hin zu portugiesischer und internationaler Markenware. Nach dem Einkaufsbummel empfehlen wir einen Besuch in einem der Terrassencafés der Innenstadt. Unbedingt probieren sollte man die frisch gepressten Fruchtsäfte. Neben madeirensischer Stickerei gehören Korbwaren aller Art zu den typischen handgefertigten Produkten. Das Herz dieses Kunsthandwerkes schlägt in Camacha. Azulejos, die typischen Wandbilder aus Fliesen findet man in einigen Werkzeugläden und in Antiquitätengeschäften in Funchal. Außerdem findet man in Souvenierläden die typischen Dachfiguren und Hähne - das Wahrzeichens Portugals.

Sicherheit auf Madeira

Die Azoren, Portugal und Madeira sind sehr sichere Reiseziele; die Kriminalitätsrate ist gering. Die übliche Vorsicht ist natürlich auch in diesen Gebieten geboten. In den meisten Hotels gibt es einen Safe oder andere Möglichkeiten, Wertsachen aufzubewahren.

Sprache

Portugiesisch. Fast alle Portugiesen verstehen spanisch. Zudem wird englisch gesprochen und auch mit französisch kommt man oft weiter.

Strände auf Madeira

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auf Madeira im Meer zu baden. Wer ein Fan von Sandstränden ist, sollte mindestens einen oder zwei Tage auf Porto Santo verbringen. Die Nachbarinsel liegt 43 Kilometer nordöstlich von Madeira und bietet auf der Südseite fast zehn Kilometer Sandstrand. Die Überfahrt mit der Fähre dauert zweieinhalb Stunden. Am besten Sie erkunden die Insel mit dem Rad oder Motorroller. Alternative: Seit 2008 ist in der Bucht von Machico Sand aufgeschüttet. Das ursprüngliche Örtchen verfügt nun über einen der schönsten Strände mit "echtem" Sand aus Dubai. Außerdem gibt es Strände in Calheta und an der Baia de Abra. Eine weitere Bademöglichkeit sind die Naturschwimmbecken in Porto Moniz. Allerdings nur zwei "weiße" Sandstrände mit importierem Sand aus Marokko. Ansonsten ist schwarzer Lavasand oder Kies vorherrschend. Außerdem verfügen zahlreiche Ort über Badestellen, Badestege oder Strandbäder z.B. in Funchal (Lido), Ribeira Brava, Ponta do Sol, Paul do Mar, Seixal, Sao Vicente, Ponta Delgada, Faial, Porto da Cruz und Canico de Baixo.

Taxi

Taxis können wie in Deutschland per Telefon bestellt, oder direkt an der Straße angehalten werden. Sie sind preiswerter als in Deutschland. In den Städten gilt der Preis des Taxameters, außerhalb der Stadtgrenzen wird nach Kilometern abgerechnet. Es lohnt sich, den Preis vorab mit dem Taxifahrer zu vereinbaren.

Telefon

  • Vorwahl nach Deutschland: 0049, Österreich: 0043, Schweiz: 0041
  • Vorwahl nach Portugal: 00351
  • Notfall (Polizei): 112
  • Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut.
  • Bergrettung Madeira: 291 70 01 12
  • Feuerwehr Madeira: Stadtfeuerwehr Funchal: 291 200 930 oder Freiwillige: 291 22 91 15

Trinkgeld auf Madeira

5–10% in Restaurants und Bars, Chauffeur, Kofferträger oder Zimmerservice werden sich ebenfalls über 1-2 Euro je Gast freuen. Bei Taxifahrten rundet man die Summe auf. Für Reiseleiter ist ein Trinkgeld in Höhe von 10–15€ pro Woche angemessen.

Wasser

Auf der Insel Madeira gibt es Wasser im Überfluss. Es ist Trinkwasser bester Qualität. Auf der Insel Porto Santo ist das Wasser entsalzt. Auch dies kann bedenkenlos konsumiert werden. Mineralwasser (mit oder ohne Kohlensäure) aus der Flasche bekommt man günstig in jedem Supermarkt (agua mineral com/sem gás). Wasser aus Flüssen und Bächen sollte man nicht ungefiltert trinken. Wenn Sie unterwegs Wasser benötigen und gerade keine Kaufmöglichkeit in Sichtweite ist, können Sie die allerorts anzutreffenden Wasserhähne an den Brunnen am Straßenrand in den Orten nutzen.

Webcam

Beliebte Aussichtspunkte auf Madeira

Wirtschaft auf Madeira

Portugal erlebte seit dem Beitritt in die Europäische Gemeinschaft einen enormen Modernisierungsschub. Fast drei Viertel seines Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet Portugal im Dienstleistungssektor. Die Industrie trägt ca. 18% dazu bei, die Bauwirtschaft 6% und die Landwirtschaft rund 3%. 10 % erbringt der Tourismus, vor allem an der Algarve. Wegen seines kleinen Binnenmarkts ist Portugal vom Export abhängig und kann sich globalen Einflüssen kaum entziehen, weshalb es im Jahr 2010 zum Sorgenkind der EU wurde. Dank eines harten Sparkurses entspannt sich die Situation, jedoch stieg die Arbeitslosenrate unter den Jugendlichen im Jahr 2013 drastisch auf 40% (gesamt bei 17%).

Bis in die 1970er Jahre war Madeira eine der ärmsten Regionen Europas. In den letzten 30 Jahren hat Madeira wirtschaftlich enorm aufgeholt. Madeira lebt nicht vom Tourismus allein, wohl aber steigen die Gästezahlen und ihr Anteil am Bruttosozialprodukt. Dieser wird derzeit auf 40% geschätzt. Die madeirensische Wirtschaft befindet sich derzeit in einem Umwandlungsprozess. Madeira wird zunehmend von internationalen Unternehmen für Konferenzen genutzt. Außerdem ist Madeira der Sitz zahlreicher Reedereien.

WLAN

Fast alle Unterkünfte bieten Ihren Gästen kostenloses WLAN in den öffentlichen Bereichen, teilweise auch auf den Zimmern.

Wein

Die Bodenbeschaffenheit und das einzigartige Klima der Insel Madeira, sowie das Herstellungsverfahren und die Rebsorten haben dazu beigetragen, dass sich der Madeirawein im Laufe der Zeit zu einem unvergleichlichen Produkt entwickelt hat. Im Jahr 1776 zum Getränk für die Feier des 4. Juli erwählt, von Shakespeare in einigen Werken hochgepriesen, von Königen, Prinzen, Generälen und Entdeckern geschätzt, ist der Madeirawein zweifellos ein wertvolles Gut. Dieser “Göttertropfen”, der weltweit anerkannt ist, und dessen Geschichte mehr als fünf Jahrhunderte umfasst, ist eines der Wahrzeichen der Insel.

Bewundern Sie die Anbaukunst der Madeirenser anhand der Weingärten, die im Laufe der Jahrhunderte oftmals auf „poisos“, schmalen Streifen an steilen, unzugänglichen Hängen entlang, von Hand angelegt wurden. Der Madeirawein wird aus über 30 Rebsorten erzeugt. Die edelsten unter ihnen sind Sercial, Boal, Verdelho und Malvasia. Unter den trockenen Weinen ist insbesondere die Rebsorte Sercial zu erwähnen. Dieser klare, leichte und blumige Wein ist besonders als Aperitif geeignet. Die Rebsorte Verdelho steht an der Spitze der Halbtrockenen. Sein feiner Geschmack, das starke Bouquet und seine goldene Farbe machen ihn zum idealen Tafelwein. Der halbsüße, milde, edle, samtige und dunkel-goldene Boal empfiehlt sich zu Braten und Nachspeisen. Zwischen den Mahlzeiten oder zum Nachtisch kann kaum einer dem Wein der Rebsorte Malvasia widerstehen. Dies ist der süße, üppige rote Wein mit dem intensiven Bouquet. Die Anhänger dieser “Kunst” sollten Madeira im September besuchen, wenn Erntezeit ist und das Madeira-Weinfest stattfindet, wo diesem altüberlieferten Erzeugnis Ehre erwiesen wird. Stoßen Sie mit Madeirawein auf das Leben an und genießen sie es.

Die Kellerei Adegas de Sao Francisco liegt in den erhaltenen Teilen eines Mönchsklosters aus dem 16. Jahrhundert, das die Familie Blandy im 19. Jahrhundert erworben hat und zum Standort ihres Weingeschäfts machte. Die malerischen Holzgebäude, die über Kieselwege miteinander verbunden sind, bilden das angemessene Ambiente für einen Ort mit über 150-jähriger Madeirawein-Geschichte. Die Führung endet mit einer Weinprobe. Mo-Fr 10:30 und 15:30 Uhr und Sa 11:00 Uhr.

Zeit auf Madeira

Die Zeitverschiebung zur deutschen Zeit beträgt (ganzjährig) -1 Stunde (Westeuropäische Zeit, WEZ).

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Kundenmeinungen

16.09.2016 von Britta 16.09.2016

Ich war eine Woche auf der wunderschönen Insel Madeira.
Insgesamt habe ich drei wunderbare und sehr unterschiedliche Wanderungen über Albano aktiv gebucht.
Der Betreuung und Durchführung, Organisation war super!!
Ich wurde stets super pünktlich von meinem Hotel in Funchal abgeholt und besonders das Wandern in der Kleingruppe 4-8 Personen war toll.Außerdem sehr positiv ,daß wir immer früh an den Ausgangspunkten waren.
Albano war als Wanderführer super freundlich und kompetent. Er hat uns viel über die Insel und die Flora / Fauna mitgeteilt und immer auf Besonderheiten aufmerksam gemacht.
Ich kann Albanoaktiv zu 100% weiterempfehlen und werde sicherlich wiederkommen. Die Insel hat so eine Schönheit, die ich unbedingt weiter entdecken möchte.
Vielen Dank für diese wunderschöne Zeit Britta

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Kevin Neumann
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Christa Oehmen
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