Portugal

Pass- und Visum-Erfordernisse für Portgual

Einreise nach Portugal für EU-Bürger sowie Bürger aus Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz mit Personalausweis

Bürger der Europäischen Union sowie solche aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz benötigen zur Einreise nach Portugal lediglich einen Personalausweis. Minderjährige müssen zusätzlich zum Personalausweis auch eine Reiseerlaubnis ihrer Eltern vorweisen können.

Mit Wirkung vom 24. September haben die deutschen Behörden in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut die Region Lissabon auf der Grundlage der in den letzten Wochen in Lissabon verzeichneten Neuinfektionszahlen als epidemiologisches Risikogebiet eingestuft und für den Großraum Lissabon eine Reisewarnung ausgesprochen. Auf Passagiere, die sich im Transit durch die Region Lissabon befinden, hat diese Entscheidung keine Auswirkungen, sofern sie bei ihrer Ankunft in Deutschland nachweisen können, dass sie die Region Lissabon nur von anderen Punkten des Staatsgebiets aus durchquert haben oder dass sie nur den Flughafen der portugiesischen Hauptstadt mit Deutschland als Endziel passiert haben. Auf alle anderen nationalen Flughäfen Portugals hat diese Reisewarnung keinerlei Auswirkungen. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung andere Gebiete Portugals nicht betrifft. Ebenfalls nicht betroffen sind die Inselgruppen Azoren und Madeira, wo die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Monaten sehr gering war. Wenn Sie eine Rundreise durch Portugal gebucht haben oder buchen möchten, können wir den Lissabon-Baustein Ihrer Reise gerne umplanen, sodass Sie keine  Einschränkungen bei der Einreise nach Deutschland zu befürchten haben. Sprechen Sie uns dazu bitte einfach an.

Folgende Staatsbürger brauchen einen mindestens 3 Monate gültigen Reisepass

Staatsbürger der folgenden Länder benötigen für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einen Reisepass, der nach Beendigung des Aufenthalts noch mindestens drei Monate lang gültig ist: Albanien, Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bahamas, Barbados, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Brunei, Chile, Costa Rica, Guatemala, Vatikanstadt, Honduras, Israel, Japan, Kanada, Kroatien, Mazedonien, Malaysia, Mauritius, Mexiko, Monaco, Montenegro, Neuseeland, Nicaragua, Panama, Paraguay, Saint Kitts und Nevis, São Marino, Serbien, Seychellen, Singapur, Südkorea, Uruguay, USA, Venezuela; dasselbe gilt für Bürger aus den besonderen Verwaltungsregionen der Volksrepublik China in Hong Kong und Macau, und von Taiwan.

Staatsbürger aller anderen Länder brauchen zur Einreise nach Portugal ein Visum

Staatsbürger aus anderen als den oben aufgeführten Ländern benötigen für die Einreise nach Portugal ein Visum, das in den portugiesischen Konsulaten oder Botschaften des jeweiligen Landes beantragt werden kann und für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen ausgestellt wird.

Gemäß den Durchführungsbestimmungen zum Schengener-Abkommen benötigen Reisende, die innerhalb des Schengener-Vertragsgebiets unterwegs sind, für ihre Ein- oder Ausreise kein neues Visum.

Weiterführende Links:

Visum Antrag: http://www.secomunidades.pt/vistos/index.php?option=com_content&view=article&id=171&Itemid=14&lang=pt
Portugiesische Konsulate im Ausland: http://www.secomunidades.pt/web/guest/PostosConsulares
SEF-Serviço de Estrangeiros e Fronteira / Ausländerbehörde: http://www.sef.pt

Gesundheitspolizeiliche Formalitäten für Portugal

Es bestehen keine Impfvorschriften für Portugal. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nach Madeira und auf die Azoren gefordert.

Ärztliche Hilfe in Portugal

Sollten Sie ärztliche Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an das örtliche Gesundheitszentrum (Centro de Sáude). An die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser sollte man sich nur in schwerwiegenden Situationen wenden (schwere Verletzungen, Vergiftungen, Verbrennungen, Infarkte, Thrombosen, Atemwegsprobleme, usw.).

Krankenversicherung auf Reisen in Portugal

Bei plötzlicher Krankheit oder einem Unfall in Portugal, haben die Bürger aus 27 EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz entsprechend der gemeinschaftlichen Richtlinien denselben Anspruch auf kassenärztliche Versorgung wie die Portugiesen. Um Zugang zu kassenärztlichen Leistungen zu haben, benötigen nicht in Portugal ansässige EU-Bürger ihre Europäische Krankenversicherungskarte und einen Reisepass oder Personalausweis. Darüberhinausgehende Leistungen müssen privat bezahlt werden. Wir empfehlen den Abschluss einer Reisekrankenversicherung, die auch den Rücktransport mit einschließt.

Algarve: Ärztliche Untersuchungen für Touristen

Während der Sommersaison können sich Touristen in 32 Strand-Gesundheitseinrichtungen, verteilt entlang der Küste der Algarve, ärztlich untersuchen lassen. Das Ziel ist es, die Gesundheitsvorsorge sicherzustellen und alle klinischen Fälle, die vor Ort behandelt werden können, nachzukommen oder gegebenenfalls den Patienten zu einer geeigneteren Gesundheitseinrichtung weiterzuleiten. Dieser Dienst vervollständigt die regulären Sprechzeiten der Gesundheitszentren und wird in 2016 eine tägliche Öffnungszeit von 10:30 bis 19:30 Uhr, zwischen dem 4. Juli und dem 3. September, und von 10:00 bis 18:00 Uhr, zwischen dem 4. September und dem 18. September, haben. Weitere Informationen finden Sie unter www.arsalgarve.min-saude.pt

Medizinische Hinweise

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende ggf. imprägnierte helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Dengue Fieber

Dengue-Fieber kommt auf Madeira vor. Der letzte größere Ausbruch war 2012/13. Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes (Stegomyia) aegypti übertragen. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen im präventiven Bereich (Mückenbekämpfung und Gesundheitsaufklärung) werden seitdem nur noch einzelne Fälle gemeldet. Dennoch wird - da es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie gibt, ein ausreichender individueller Mückenschutz empfohlen (s. o.).

Natur und Klima

Aufgrund der seit dem 19. März 2022 auftretenden außergewöhnlich großen Anzahl seismischer Aktivitäten auf São Jorge (Azoren) raten die Behörden der Azoren derzeit vorsorglich von nicht notwendigen Reisen nach São Jorge ab.

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