Einreisebestimmungen für Portugal und Kap Verde

Jeder Teilnehmer/Reisende ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, dass für seine Person die zur Durchführung der Reise erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind und sämtliche gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die in- sowie ausländischen Ein- und Ausreisebestimmungen, Gesundheitsvorschriften, Pass-, Devisen-, Zoll- und Visabestimmungen, beachtet werden. Gleiches gilt für die Beschaffung erforderlicher Reisedokumente. Bitte informieren Sie sich selbst bei den zuständigen Ämtern und Institutionen und verfolgen Sie die Nachrichtenmedien. Tagesaktuelle Informationen über Pass- und Visaerfordernisse erteilen die zuständigen Botschaften und Ihr örtlicher Bürgerservice oder das Auswärtige Amt.

Hier haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt (Stand Juni 2018)

Portugal

Pass- und Visum-Erfordernisse für Portgual

Einreise nach Portugal für EU-Bürger sowie Bürger aus Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz mit Personalausweis

Bürger der Europäischen Union sowie solche aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz benötigen zur Einreise nach Portugal lediglich einen Personalausweis. Minderjährige müssen zusätzlich zum Personalausweis auch eine Reiseerlaubnis ihrer Eltern vorweisen können.

Folgende Staatsbürger brauchen einen mindestens 3 Monate gültigen Reisepass

Staatsbürger der folgenden Länder benötigen für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einen Reisepass, der nach Beendigung des Aufenthalts noch mindestens drei Monate lang gültig ist: Albanien, Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bahamas, Barbados, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Brunei, Chile, Costa Rica, Guatemala, Vatikanstadt, Honduras, Israel, Japan, Kanada, Kroatien, Mazedonien, Malaysia, Mauritius, Mexiko, Monaco, Montenegro, Neuseeland, Nicaragua, Panama, Paraguay, Saint Kitts und Nevis, São Marino, Serbien, Seychellen, Singapur, Südkorea, Uruguay, USA, Venezuela; dasselbe gilt für Bürger aus den besonderen Verwaltungsregionen der Volksrepublik China in Hong Kong und Macau, und von Taiwan.

Staatsbürger aller anderen Länder brauchen zur Einreise nach Portugal ein Visum

Staatsbürger aus anderen als den oben aufgeführten Ländern benötigen für die Einreise nach Portugal ein Visum, das in den portugiesischen Konsulaten oder Botschaften des jeweiligen Landes beantragt werden kann und für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen ausgestellt wird.

Gemäß den Durchführungsbestimmungen zum Schengener-Abkommen benötigen Reisende, die innerhalb des Schengener-Vertragsgebiets unterwegs sind, für ihre Ein- oder Ausreise kein neues Visum.

Weiterführende Links:

Visum Antrag: http://www.secomunidades.pt/vistos/index.php?option=com_content&view=article&id=171&Itemid=14&lang=pt
Portugiesische Konsulate im Ausland: http://www.secomunidades.pt/web/guest/PostosConsulares
SEF-Serviço de Estrangeiros e Fronteira / Ausländerbehörde: http://www.sef.pt

Gesundheitspolizeiliche Formalitäten für Portugal

Es bestehen keine Impfvorschriften für Portugal. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nach Madeira und auf die Azoren gefordert.

Ärztliche Hilfe in Portugal

Sollten Sie ärztliche Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an das örtliche Gesundheitszentrum (Centro de Sáude). An die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser sollte man sich nur in schwerwiegenden Situationen wenden (schwere Verletzungen, Vergiftungen, Verbrennungen, Infarkte, Thrombosen, Atemwegsprobleme, usw.).

Krankenversicherung auf Reisen in Portugal

Bei plötzlicher Krankheit oder einem Unfall in Portugal, haben die Bürger aus 27 EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz entsprechend der gemeinschaftlichen Richtlinien denselben Anspruch auf kassenärztliche Versorgung wie die Portugiesen. Um Zugang zu kassenärztlichen Leistungen zu haben, benötigen nicht in Portugal ansässige EU-Bürger ihre Europäische Krankenversicherungskarte und einen Reisepass oder Personalausweis. Darüberhinausgehende Leistungen müssen privat bezahlt werden. Wir empfehlen den Abschluss einer Reisekrankenversicherung, die auch den Rücktransport mit einschließt.

Algarve: Ärztliche Untersuchungen für Touristen

Während der Sommersaison können sich Touristen in 32 Strand-Gesundheitseinrichtungen, verteilt entlang der Küste der Algarve, ärztlich untersuchen lassen. Das Ziel ist es, die Gesundheitsvorsorge sicherzustellen und alle klinischen Fälle, die vor Ort behandelt werden können, nachzukommen oder gegebenenfalls den Patienten zu einer geeigneteren Gesundheitseinrichtung weiterzuleiten. Dieser Dienst vervollständigt die regulären Sprechzeiten der Gesundheitszentren und wird in 2016 eine tägliche Öffnungszeit von 10:30 bis 19:30 Uhr, zwischen dem 4. Juli und dem 3. September, und von 10:00 bis 18:00 Uhr, zwischen dem 4. September und dem 18. September, haben. Weitere Informationen finden Sie unter www.arsalgarve.min-saude.pt

Medizinische Hinweise

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende ggf. imprägnierte helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Dengue Fieber

Dengue-Fieber kommt auf Madeira vor. Der letzte größere Ausbruch war 2012/13. Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes (Stegomyia) aegypti übertragen. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen im präventiven Bereich (Mückenbekämpfung und Gesundheitsaufklärung) werden seitdem nur noch einzelne Fälle gemeldet. Dennoch wird - da es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie gibt, ein ausreichender individueller Mückenschutz empfohlen (s. o.).

Kap Verde

Pass- und Visum-Erfordernisse für die Kapverdischen Inseln

Reisepass und Visum sind zur Einreise nach Kap Verde erforderlich

Die Einreise ist mit folgenden Dokumenten möglich: Reisepass, vorläufiger Reisepass, Kinderpass. Alle Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein. Sie benötigen ein Visum zur Einreise nach Cabo Verde. Ein Visum wird für maximal 90 Tage ausgestellt. Dieses Visum ist bei der Botschaft von Cabo Verde in Berlin zu beantragen.

Unser Service für Sie: Wenn Sie uns Ihren Reisepass als Scan oder Kopie zukommen lassen, beantragen wir ein Touristenvisum für Sie, das 30 Tage gültig ist. Mit Ihren Reiseunterlagen erhalten Sie den Beleg, dass die Einreisegebühr bereits bezahlt ist. So können Sie schneller einreisen und ersparen sich langes Schlangestehen.

Flugtouristen reisen normalerweise über Sal, Praia, Boavista und Mindelo ein. Bei der Anreise mit Privatschiffen (Segelyachten) ist zu beachten, dass die Einreise nur über die Häfen von Sal, Praia und Mindelo möglich ist. Verstöße gegen diese Vorschrift werden mit Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000,- Escudos (ca. 907,- €) geahndet.

Gesundheitspolizeiliche Formalitäten

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (siehe auch www.who.int). Bei direkter Einreise aus Europa ist die Impfung nicht notwendig.

Medizinische Versorgung auf den Kapverden

Die medizinische Versorgung auf den Inseln ist mit Europa nicht zu vergleichen, vor allem im Bereich adäquater Nothilfe. Krankenhäuser mit Fachärzten und mit ausreichender apparativer und technischer Ausstattung gibt es nur in Praia / Santiago und Mindelo / São Vicente. Die Touristeninseln Sal und vor allem Boa Vista bieten eine sehr begrenzte medizinische Versorgung, so dass bei schwerwiegenden Erkrankungen oder Unfällen, eine Evakuierung per Flug nach Europa, bzw. auf die Kanaren oder nach Dakar notwendig wird.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und insbesondere für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.

Für Pauschalreisende auf den Urlaubsinseln Sal und Boa Vista bieten wir gerne Informationen über medizinische Hilfe vor Ort. Einige große Hotels bieten auch hausärztliche Sprechstunden und eine Notfallversorgung in Kooperation mit den wenigen privaten Kliniken vor Ort an.

Krankenversicherung auf Reisen in Kap Verde

Ärzte müssen privat vor Ort bezahlt werden.

Touristen, die nach Cabo Verde kommen, sollten deshalb über einen ausreichenden, auch für das Ausland gültigen, Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Empfehlung des Auswärten Amtes

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen. Das Land ist frei von terrestrischer Tollwut. Bei absehbar intensivem Kontakt zu Fledermäusen kann eine Impfung gegen Tollwut erwogen werden.

Lassen Sie sich zudem vor einer Reise nach Cabo Verde durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z. B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)

Medizinische Hinweise für die Kapverden

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende ggf. imprägnierte helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Dengue Fieber

In den Jahren 2009/10 gab es auf einigen Inseln des Archipels eine Dengue-Fieber-Epidemie mit einzelnen tödlichen Verläufen. Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes (Stegomyia) aegypti übertragen. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen im präventiven Bereich (Mückenbekämpfung und Gesundheitsaufklärung) werden seitdem nur noch einzelne Fälle gemeldet. Dennoch wird - da es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie gibt, ein ausreichender individueller Mückenschutz empfohlen (s. o.).

Zika Virus

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Cabo Verde mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d. h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u. U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden. Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren. In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o. g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist. Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im, mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten, Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria

In der Hauptstadt Praia und auf der Insel Santiago treten deutlich vermehrt Malariafälle auf, vorrangig durch Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) bedingt. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe beim Besuch dieser beiden Orte wird empfohlen. Die übrigen Inseln sind malariafrei.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Obwohl selten, so verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern unbehandelt häufig tödlich.

Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Durchfallerkrankungen

Es besteht auf den Inseln ein Risiko für diverse Darminfektionen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

HIV/Aids

HIV/AIDS stellt in Cabo Verde ein geringeres Problem dar, als auf dem afrikanischen Kontinent. Allerdings ist das Virus in einigen Bevölkerungs- bzw. Berufsgruppen dennoch häufiger verbreitet, so z. B. bei Prostituierten aus westafrikanischen Ländern, die auf Touristeninseln wie Sal arbeiten. Kondombenutzung wird insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis: Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

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