Selbst Schwindelfreie holen tief Luft, wenn sie vom Cabo Girao - der höchsten Steilklippe Europas - 580 Meter in die Tiefe blicken. Kaum weniger spektakulär ist die Felsformation von der Seeseite aus. Besonders empfehlenswert ist die Bootsfahrt am späten Nachmittag, wenn die imposante Küstenlandschaft von der Sonne angestrahlt wird.
Der Höhepunkt jedes Madeira-Aufenthalts ist der Panoramaweg vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo. Der Höhenweg verbindet die drei höchsten Berge miteinander. Für die Tour sollten Sie bereits in aller Frühe am Berg sein, gegen Mittag hüllen die aufziehenden Wolken die Gipfel häufig ein. Spektakuläre Aussichtspunkte machen die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. 2006 wurde der Weg neu angelegt und gesichert.
Das Krachen der Feuerwerkskörper ist auf Madeira häufig zu hören, denn auf der Insel wird gern und viel gefeiert. Besonders hoch her geht es im Karneval. Jugendgruppen und ganze Schulen nutzen die Gelegenheit und ziehen, begleitet von Musikkapellen, in phantasievoller Verkleidung durch die Straßen von Funchal. Höhepunkt ist der Umzug, für den einheimische Vereine aufwändige Festwagen gestalten. Er endet auf der Praca do Municipio, auf der anschließend bis in den frühen Morgen getanzt wird. Außerdem empfehlenswert: Jedes Jahr im Juli findet an 4 Wochenende das Atlantikfestival statt. Jeden Samstag steigt ein prächtiges Feuerwerk. Verschiedene Gruppen konkurrieren darum, wer das Silvesterfeuerwerk ausrichten darf.
Noch 1980 war die Existenz des Wegenetzes, von dem aus die levadas gewartet werden, ein streng gehütetes Geheimnis. Heute zählen die Levadas zu den beliebtesten Wanderwegen. Kaum eine ist malerischer als die Levada do Risco. Das Plateau Pául da Serra wirkt wie ein Schwamm und sammelt das Regenwasser, das dann in Quellen wieder zutage tritt. Etwa dreißig Minuten spaziert man auf der Levada do Risco unter mit Flechten überwucherten Bäumen entlang, bis man den Wasserfall Cascata do Risco erreicht.
Der immergrüne dichte Lorbeerwald, der das Bergland Madeiras überzieht ist kein gewöhnlicher Wald – er steht seit 1998 unter dem Schutz der UNESCO. Die 15.000 Hektar Naturwald bilden den größten und besterhaltenen Lorbeerwaldbestand Europas. Die Wälder rund um Ribeiro Frio beherbergen darüber hinaus eine Vielzahl von Hahnenfuß- und Storchenschnalbel- sowie den "Stolz von Madeira" eine Natternkopfart. Blütezeit April.
Die Kellerei Adegas de Sao Francisco liegt in den erhaltenen Teilen eines Mönchsklosters aus dem 16. Jahrhundert, das die Familie Blandy im 19. Jahrhundert erworben hat und zum Standort ihres Weingeschäfts machte. Die malerischen Holzgebäude, die über Kieselwege miteinander verbunden sind, bilden das angemessene Ambiente für einen Ort mit über 150-jähriger Madeirawein-Geschichte. Die interessante Führung endet mit einer Weinprobe. Mo-Fr 10:30 und 15:30 Uhr und Sa 11:00 Uhr.
Ein absolutes Muss ist der Botanische Garten und die Altstadt der Hauptstadt Funchal. Für alle Liebhaber der Poncha empfehlen wir den Besuch der Zuckkerrohrfabrik in Calheta.
Die Abenddämmerung ist kurz, aber grandios. Zwei Bars bieten romantische Aussichtspunkte. Die Terrasse der Snack Bar in Ponta do Sol auf der Ostseite der Bucht eignet sich perfekt. Oder die Terrasse des Leuchtturms Casa de Chá Ofio: Wie am Ende der Welt fühlt man sich hier, wenn sich 200 Meter unterhalb die Wellen am westlichsten Punkt Madeiras brechen.
Als Getränke sind auf alle Fälle die Poncha und natürlich Madeira-Wein zu nennen. Wer die kulinarischen Leckerbissen Madeiras kennen lernen möchte, sollte Stockfisch auf dem Holzofen gegrillt. Degenfisch mit Banane und die vielfältigen tropischen Früchte unbedingt probieren. Weitere Spezialitäten sind Fleischspieße am Lorbeerstecken gegrillt, Schwertfisch, Carne vinho alhos (Schweinefleisch mit Knoblauch in Weißweinsoße) sowie Cabrito (Zicklein) aus dem Backofen. Für alle Fans von Süßspeisen empfehlen wir den typischen Honigkuchen.
Wer ein Fan von Sandstränden ist, sollte mindestens einen oder zwei Tage auf Porto Santo verbringen. Die Nachbarinsel liegt 43 Kilometer nordöstlich von Madeira und bietet auf der Südseite fast zehn Kilometer Sandstrand. Die Überfahrt mit der Fähre dauert zweieinhalb Stunden. Am besten Sie erkunden die Insel mit dem Rad oder Motorroller. Alternative: Seit 2008 ist in der Bucht von Machico Sand aufgeschüttet. Das ursprüngliche Örtchen ist verfügt nun über einen der schönsten Strände mit "echtem" Sand aus Dubai. Außerdem gibt es Strände in Calheta und an der Baia de Abra. Eine weitere Bademöglichkeit sind die Naturschwimmbecken in Porto Moniz.